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Liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren

zur 17. Tagung der Fachgruppe Rechtspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie heiße ich Sie im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Abteilung herzlich in Jena willkommen. „Einstellungsbezogene Kriminalität“ heißt das Schwerpunktthema unserer Tagung. Wir wollen damit aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgreifen, bei denen negative gruppenbezogene Einstellungs- und Verhaltensmuster eine wichtige Rolle für die Entstehung, Prävention und Behandlung von dissozialen Entwicklungen und Straftaten spielen und ihren Ausdruck in Hasskriminalität und extremistischer Radikalisierung finden.

Kaum ein anderes Thema verweist so eindringlich auf die gesellschaftliche und politische Relevanz sozialwissenschaftlicher und psychologischer Forschung. Aktuelle politische Ereignisse in Deutschland, Europa und weltweit zeigen uns, dass das friedliche Zusammenleben von Menschen, sozialen Gruppen und Nationen eine ständige Herausforderung auch der wissenschaftlichen Forschung ist. Wir sind überzeugt, dass hierzu die Psychologie und die Rechtspsychologie im Besonderen relevante Beiträge leisten und die soziologischen und politologischen Arbeiten in bedeutsamer Weise durch grundlagenwissenschaftliche und anwendungsbezogene Beiträge ergänzen kann. Der Namensgeber unserer Universität hat vor über 230 Jahren geschrieben: „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie. Sie sinkt mit Euch, mit Euch wird sie sich heben“ und damit auf unsere soziale Verantwortung für ein würdevolles Zusammenleben verwiesen. Dazu soll die diesjährige Tagung ganz im Sinne Friedrich Schillers beitragen.

Selbstverständlich sind auch Beitragsanmeldungen, die sich mit anderen rechtspsychologischen Themenfeldern wie etwa Glaubwürdigkeits- und Prognosebeurteilung, Kriminalprävention und Straftäterbehandlung befassen oder auch neue Problemfelder wie Internetkriminalität aufgreifen, herzlich willkommen. Ganz besonders möchten wir junge Forscherinnen und Forscher ermutigen, sich mit Beiträgen an unserer Tagung zu beteiligen. Auch deshalb bieten wir neben den klassischen Beitragsformaten den sogenannten Projektbericht als Beitragsart an. Innerhalb dieses Formats kann ein noch nicht abgeschlossenes oder angelaufenes Forschungsprojekt vorgestellt und diskutiert werden. Damit sollen insbesondere aktuelle Forschungsprojekte ein Forum erhalten.

Wir hoffen, Sie zahlreich in Jena begrüßen zu können. Vielleicht nutzen Sie auch die Gelegenheit, den Tagungsbesuch mit einem kleinen Urlaub in Thüringen zu verbinden, zum Beispiel um die Städte Jena, Weimar oder Erfurt näher kennen zu lernen, die herrlichen Wanderwege im Thüringer Wald zu erkunden oder – mit ein wenig mehr geographischer Ausbreitung – die Stätten der protestantischen Reformation, die sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt, zu besuchen.

Mit herzlichen Grüßen und auf ein baldiges Wiedersehen in Jena,

Ihr

Prof. Dr. Andreas Beelmann

Institut für Psychologie, Abteilung für Forschungssynthese, Intervention, Evaluation
Direktor des Zentrums für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex)

Rechtspsychologie 2017