Suhling, Stefan
Prädiktive Validität des Static-99 und des RRS bei aus dem Strafvollzug entlassenen Sexualstraftätern

Prognoseinstrumente werden in der Strafvollzugspraxis häufig eingesetzt, z.B. bei Entscheidungen zur Angezeigtheit sozialtherapeutischer Maßnahmen, bei der Überprüfung einer Lockerungseignung oder bei der Vorbereitung von Stellungnahmen zur Aussetzung des Strafrests zur Bewährung. Bei Sexualstraftätern kommt dabei häufig der Static-99R (Hanson & Thornton, 1999) zur Anwendung. Auch das deutsche Verfahren „Rückfallrisiko bei Sexualstraftätern“ (RRS; Rehder, 2001) ist gebräuchlich, obwohl zu diesem deutlich weniger Validierungsstudien vorliegen als zum Static-99. Der vorliegende Beitrag überprüft die prädiktive Validität beider Verfahren anhand von Rückfalldaten einer Stichprobe von Sexualstraftätern, die zwischen 2003 und 2008 aus dem niedersächsischen Justizvollzug entlassen wurden.

[Hinweis: Die Ergebnisse sind Teil einer größer angelegten Studie, in deren Rahmen auch der Beitrag von Guéridon entstanden ist. Es bietet sich an, beide Referate in einer Session unterzubringen.]