Bliesener, Thomas; Kudlacek, Dominic

Strategien der Prognose und aktuelle Instrumente  zur Untersuchung von Radikalisierungsprozessen

Der Beitrag informiert über erste Ergebnisse des vom BMBF geförderten Verbundprojektes „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention (RadigZ)“. Radikalisierung wird im Rahmen des Projektes als Prozess verstanden, der von einer Vielzahl psychologischer und sozialer Faktoren bestimmt wird. Im Zentrum des Beitrags stehen Strategien und Instrumente, die zur Prognose von extremistischen Abweichungen genutzt werden. Hierfür werden zunächst zentrale Erkenntnisse der Prognoseforschung aufgearbeitet und für eine Gefährlichkeitsbewertung im Zusammenhang mit Radikalisierungsprozossen nutzbar gemacht. Dabei werden einschlägige Risikofaktoren und Kategorien (auf Basis einer Aufarbeitung einschlägiger extremistisch motivierter Abweichungen) dargestellt. Daran anschließend werden die bereits existierenden Prognoseinstrumente (wie das Violent Extremist Risk Assessment [VERA] und das Terrorist Radicalisation Assessment Protocol [TRAP]) einer kritischen Prüfung unterzogen. Der Beitrag schließt mit der Darstellung einer eigens entwickelten Itembatterie, mit deren Hilfe eine Risikobewertung in quantitativen Verfahren ermöglicht werden soll.