Hauser, Nicole Claire; Mokros, Andreas; Habermeyer, Elmar
Attention Dependent Emotion Processing in Psychopathy (Projektvorstellung)

Die psychopathische Persönlichkeit, wie sie als Forschungsbegriff im angloamerikanischen Raum durch Hare (2003) definiert wurde, zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Kaltherzigkeit, Impulsivität sowie antisoziales Verhalten, als auch durch manipulatives Geschick aus. Dass mangelnde empathische interpersonelle Fähigkeiten übereingehen mit der Fähigkeit, andere für die eigenen Zwecke einzuspannen, hat viele Forschende vor die Frage eines emotionalen Paradoxon von Psychopathy (Lorenz und Newman, 2002) gestellt. Im vorliegenden Forschungsvorhaben wird der These nachgegangen, ob die Defizite in der Verarbeitung von emotionalen Hinweisreizen bei Psychopathen auf einer Aufmerksamkeitsstörung beruhen. Dafür wird der Einfluss eines variierenden emotionalen Feedbacks auf Entscheidungen in computerisierten moralischen und sozialen Dilemmata bei je 28 psychopathischen und 28 nicht-psychopathischen Straftätern untersucht.